Figuren

„Mein Leben in Deutschland“ heißt eine Packpapierrolle, die ich im Malsaal des Heidelberger Stadttheaters gezeichnet und auf Schleiernessel aufgeleimt habe. Das war die 2. größere autobiografische Arbeit, die in eine digital gezeichnete Figur mündete. Diese hatte ihren Auftritt in einer, von mir inszenierten, Performance mit Tänzerinnen und Tänzern des Ballettensembles in der Schokofabrik. Das erste autobiografische Projekt war ein Holzschnittbuch, das sich, in expressionistischer Manier, mit den ersten 30 Jahren meines Lebens beschäftigte. Es berührte mich sehr, als ich es gerade, nach Jahrzehnten, aus meinem Gesellenstück, dem Grafikschrank holte.

Schon am 31.07. 2010 hatte ich mir vorgenommen, dieses Thema auf dem großen Relieffries fortzuführen. Damals dachte ich an gerasterte Kindheitsfotos auf weißem Grund. Ein solches steht am westlichen Rolltor, dem Westtor des Ateliers, auf dem Tisch. Es handelt sich um ein dreieckiges Format mit den Linien des 2. Kraftfeldes und meinem gerasterten Kinderportrait von 1961. Es ist so stark aufgelöst, dass es zwischen den vertieften Linien kaum erkennbar ist. Es zeigt aber einen gangbaren Weg für das nächste große Vorhaben auf.

Nach der Fertigstellung des Reliefs vorgestern, habe ich nun eine Pause eingelegt. Gestern formte ich das vorletzte Format der Gesamtinstallation mit Pappmache aus. Jetzt wird das Lager der Ideen, in der Vorfreude auf Kraftfeld 3, aufgeräumt.