Zeichnung SIEGFRIED-IDYLL

Ich frage mich ob die Intensität einer Zeichnung den vielen Schichten der Bedeutung des Themas gerecht werden kann, oder wie ich die dafür notwendige Verdichtung schaffe.

SIEGFRIED-IDYLL

Während meiner Wanderungen querwaldein am Hang des kleinen Feldberges im Taunus habe ich die Absturzstelle eines Kampfjets gefunden. Diese Stelle, die seit 25 Jahren überwuchert wird, erschien mir sofort als die bildliche Entsprechung der Orchesterkomposition SIEGFRIED-IDYLL von Richard Wagner. Das Projektil, das einer Ritterrüstung glich wühlte sich weit in den weichen Hang. Die Trümmer schufen rundherum eine Lichtung.

Verdichtung

Die QUERWALDEINSEQUENZ ist hier schon in einer Weise verdichtet, wie ich es mir vorstelle. Das wird aber noch intensiver werden. Daneben ein Ausschnitt einer der täglichen Zeichnungen, deren Stukturen mit Aquarellstiften, Holznadeln, Kugelschreibern, Bleistiften, Verwischnungen und Handballenabdrücken erreicht werden.

Querwaldeinsequenz auf WHERE…

Die Querwaldeinsequenz nimmt mit jeder Umdrehung der Transparentpapierrolle „WHERE…“ an Dichte zu. Ziel ist es, die gewanderten Linien durch Überlagerung wenigstens teilweise verschwinden zu lassen.

Baumkreis mit Steinen

Der Südhang des kleinen Feldberges, der von mir auf verschiedenen Wegen QUERWALDEIN begangen wird, entwickelt sich für mich zu einen vielschichtigen Bild, in dessen Raum Strukturen andere Bedeutungen bekommen. Zeit kann sich stark ausdehnen oder gar verschwinden. Deswegen habe ich im Bildstreifen einen Baumkreis mit Steinsetzungen einer Buddhastatue aus Ellora in Indien gegenüber gestellt.

WHERE… verschiedene Strukturen

Auf der Transparentpapierrolle überlagern sich verschiedene Strukturen, hier z.B. eine Fließstruktur aus Schelllack und Tusche und die etwas kristallinen Linien der Taunuswanderungen, während derer die Installationen im Wald entstehen (Grasinseln etc.).

Taunuswanderungen und WHERE…

Der Bildstreifen WHERE… ist in Arbeit. Er wird zwanzig Meter lang und neunzig Zentimeter hoch und beinhaltet eine Vielzahl verschiedener zeichnerischer Strukturen. Oben sieht man beispielsweise, wie ich GPS-Wanderungsaufzeichnungen auf der Transparentpapierrolle übereinanderschichtend verdichte.

Steinsetzung und Grasinseln

Einen Stein in eine andere als seine stabilste Lage zu bringen, macht ihn auffälliger. Auch wenn man Material rund um ein paar Grasbüschel wegräumt. werden diese in ähnlicher Weise hervorgehoben.

Drillingsstab und Zeichnung zu WHERE…

Die verschiedenen Medien und Exponate, wie hier eine Zeichnung zur Musik von David Morrow und ein gefundener Drillingsstab im Wald, gehen eine Beziehung ein, die ich beim Nebeneinanderstellen noch nicht voraussehen kann. Erst später stellt sich heraus ob sie sich ergänzen oder nicht.

Installation im Dickicht

Installation im Dickicht am Hang des Kleinen Feldberges. Man kann sie in einer Höhe von 627 m bei  50° 12` 55. 29″ Nord / 8° 26` 37. 74″ Ost finden .

Viel Spass beim Suchen und Anschauen!

Berlinwanderung, Keltenring

Links Steine einer keltischen besfestigungsanlage auf dem Altkönig im Taunus. Danaeben die GPS-Aufzeichnung einer Wanderung  von zweieinhalb Stunden im Holocaustmahnmal, Berlin mit einer Verlaufsstruktur auf Transparentpapier.

WALDARBEIT

WALDARBEIT  zielt auf verschiedene Arbeitsansätze. Erstens geht es um GPS-gestützte Wanderungen, während derer Installationen im Wald eingerichtet werden. Zweitens werden diese gewanderten Linien eine Strukturebene bei der Bildarbeit zu den Kompositionen „Where the Mountain Crosses…“ von David Morrow sein.

BERLINSEQUENZ und Erinnerungszeichnungen

Innerhalb eines Ausschnittes der BERLINSEQUENZ auf Rolle 5 befindet sich hier eine Zeichnung aus dem Arbeitstagebuch, wie ich mir Erinnerungszeichnungen vorstelle. Es geht dabei um nicht um den Gegenstand. Transportiert wird die Stimmung  beim Erinnern.

BERLINSEQUENZ auf ROLLE 5

Drei GPS-Aufzeichnungen (siehe Posts vom 23. – 31.03. 2011) von Wanderungen, die ich in Berlin unternahm, zeichne ich in bewährter Weise immer wieder auf der Transparentpapierrolle übereinander. So entsteht ein schwarz gezeichneter Überlagerungsblock aus Tusche.

Partnerschaftsmodell Senderempfänger / Komposition

Rechts ein Objektentwurf für ein Modell von Partnerschaft.  Alles was über die Reflektion der Innenhaut des Objektes von einer der Kugeln gesendet wird erreicht in jeden Fall die andere. Das Konstruktionsprinzip als Bild für Partnerschaft. Links eine Zeichnung von heute, die mit Zeichen von David Morrows „Where the mountain crosses…“ (Songs of the Papago) angereichert ist.

Unterschiedliche Radien

Auf den Miniaturen der Arbeitstagebücher sind die Radien der Schwünge natürlich kleiner als im großen Objekt im Freigelände. Dennoch ist ihre Verwandtschaft augenfällig.

Wanderungen in Berlin

Zwei Wanderungen in  Vorbereitung des HANDPRINT BERLIN. Links GPS-Aufzeichnung vom Pariser Platz. Rechts Aufzeichnung vom Grund des ehemaligen Palastes der Republik. Den habe ich als Soldat in den Siebzigern mit gebaut. Diese Zeichnungen sind nun wieder Grundlagen für weitere Verdichtungen auf ROLLE 5.

Das Verschwinden auf ROLLE 5

Die Querfeldeinlinie habe ich nun auf der Transparentpapierrolle so oft übereinander gezeichnet, dass sie kaum noch erkennbar bleibt. Irgendwann entsteht ein schwarzer Tuscheblock, der den Anlass der Zeichnung zum Verschwinden brachte. Rechts das Baumkronengeäst vor meinem Schreibtisch.

Querfeldein 2

Die zweite Wanderung am Hang des kleinen Feldberges im Taunus mit dem Ausschnitt einer Tagebuchzeichnung . Beides vom vergangenen Mittwoch. Die QERFELDEINSEQUENZ auf ROLLE 5 (siehe vergangene Posts)  wird immer dichter. Die gewanderte Linie verschwindet langsam. Das wird zu einem Prinzip, das ich in der nächsten Zeit verfolgen werde. Das Verschwinden des Grundes für ein Ritual, durch fortwährende Wiederholungen.

Arbeitstisch, ROLLE 5, QUERFELDEIN

Links Wiederholungs- und Überlagerungssequenz der GPS-Aufzeichnung von der QUERFELDEINWANDERUNG auf ROLLE 5. Mitte: Atelier mit Arbeitstisch. Rechts ist auf einem Ausschnitt die Arbeitsweise zu sehen.

ROLLE 5 mit QUERFELDEINSEQUENZ und Tagebuchzeichnung

Rechts und links Ausschnitte von ROLLE 5. Die im Taunus gewanderte Linie ist links nun schon mehrfach übereinander geschichtet. Rechts „Kontrapunktgeschehen“. In der Mitte Zeichnung 3 von heute. Ich würde sagen sie könnte den Titel „Schafs-Tänzchen / Preußische Arabeske“ tragen.

Querfeldein

Die Wanderung gestern ging den Südwesthang des Kleinen Feldbergs im Taunus hinab. Der Ausschnitt der Tagebuchzeichnung daneben zeigt die Dinge, die man am Boden sehen kann, unter all den Nadeln, Blättern und dem Eis. Gerne würde ich vor Ort kleine Installationen im Wald verstecken…

Kontrapunkte


Die Reflektionen von gesendeten Zeichen sich bewegender Module führen zu zweidimensionalen kontrapunktischen Kompositionen. Ausprobiert habe ich das zunächst auf Transparentpapier (rechter Ausschnitt) und dann in den Tagebuchzeichnungen (linker Ausschnitt).

Bildstreifen vom Arbeitstagebuch

Abgesehen von der Parallelität der Bildwelten, spielt auch die Abwesenheit und deren Umschreibung eine Rolle (links).

Für die Website ist vor ein paar Tagen eine Zeichnung entstanden, die die Abwesenheit der Nische zum Thema hatte. In ihr zeichnete ich Bögen, deren Anfangs- und Endpunkte verschiedene Eckpunkte der Nische in Mandu berührten, um dann in der Reflektion mit dem Zeichenstift zurück zu schnellen und einen neuen Bogen zu beschreiben, der dann im nächsten architektonischen Ereignis endet. Somit umschrieb ich die zweidimensionale Fotografie eines Ortes, der selbst ein Abbild der Bedeutung der Abwesenheit ist.

Parallele Bildwelten 01


Die Nische verweist auf die abwesende Figur (links). Mit einer Choreografie wird sie umtanzt (mitte). Die Erinnerung an die Handschrift von Kleist, als PREUSSISCHE ARABESKE (rechts).

Paralle Bildwelten

In den Bildstreifen treten nun Erinnerungsbilder auf. Das können die gesträuchartigen Zeichnungen aus den Tagebüchern sein aber auch beispielsweise Fotografien aus Indien. Es gibt einen großen Fundus an verwischten Bildern aus den Autos, Motorrikschas, aus Einsenbahn- oder Flugzeugfenstern heraus.

Wegpunktzeichnungen

In der Vorbereitung einer Berlin-Recherche überlege ich mir, ob es mir möglich ist, zu den mit GPS aufgezeichneten Wegpunkten Erinnerungszeichnungen anzufertigen. Es ist, als müßte ich die Zeichnungen an Ort und Stelle nacholen mit einem suchenden Strich, wie die Tagebuchzeichnungen.

Tagebuchzeichnung 02_09_2011_001

Weißer Elefant

Ich bin ein weißer Elefant (in der Decitions – Hörspielinstallation) im Frankfurt Lab.

Aus dem Weiß tritt die Savanne.

Mit meinem Rüssel rieche ich den Tod meiner Mutter.

Magnolien

Die Magnolien am Nizza-Mainufer haben winterpelzige Blütenknospen.

Die Tagebuchzeichnungen auch.

Rolle 5

Die Arbeitsweise der SYNAPTISCHEN KARTIERUNGEN wurden auf Rolle 5 erweitert. Großflächige Tönungen aus Tusche und Spiritus.

ISOKAEDER

Eine GPS-Studie vom 21.01. 2011 auf dem Gustavsburgplatz auf die Oberfläche eines Isokaeders projiziert.

Zwischenraum e.V.

Der Flyer von Zwischenraum e.V. ist gedruckt!

Wenn ich Wanderungsspuren google, bekomme ich die Zwischenraumwebsite aber nicht die von TRIXEL PLANET.

Kraftfeld und Knotunknot

Am  21. Januar LAB Frankfurt an Tisch 16 mit David Kern.

Was ist in tausend Jahren?

Dieses Motiv auf Transparentpapier ahmt die Arbeitsweise der Felsmaler nach. Motiv um Motiv schichtet sich übereinander und konzentriert so die Energie. Hier eine GPS-Wanderung in Neu Delhi mit Bodenspuren aus Wien auf ROLLE 3 von 2008.