Strukturübergänge

Gestern Im Atelier pflegte ich das SIEGFRIED-IDYLL, ein Miniaturgarten, der seinen Platz auf einem kleinen alten Schultisch hat. Die Moose und Schlingpflanzen kommen unterschiedlich mit dem Entzug des Großzügigen Lichtes im Freien zurecht. Ansonsten wird mir so manches meiner Arbeit fremd. Malerei kann ich derzeit gar nicht sehen. Die Tagebuchzeichnungen mit ihren malerischen Strukturen sind das Maximum. Viel mehr fühle ich mich zu den Fotografien der Installationen im Wald hingezogen. Auch die Pflanzungen im Atelier haben viel mehr mit den Zeichnungen zutun, mit denen ich versuche, mir Dinge klar zu machen. Wie beim Tanz mit dem Counterpoint Tool bei Syncronus Objects kann ich Dingen auf den Grund gehen, indem ich Räume ausmesse und punkte ihrer Koordinaten miteinander in Beziehung setze. Mit dieser Arbeit beginnt sich eine starke Veränderung in meinem allgemeinen künstlerischen Tun durchzusetzen. Das geht aber auch mit der Lähmung gewisser Partien einher. Mir scheint, dass derzeit am Schreibtisch und am Rechner wichtigere Dinge passieren, die die Waldräume erweitern. Eine solche Erweiterung fand dann in der Figurensequenz 10 ihren Niederschlag. Diese Zeichnungen erscheinen mir folgerichtig und leicht. Ich möchte das, was sich richtig anfühlt so weiterverfolgen, dass das Hinübergleiten vom Wald auf das Transparentpapier, wo sich Geflechte mit Figuren verbinden können zu einer gründlichen Verschränkung der Themen entwickelt.

Leichter Schnee im Taunusgarten | Raumschwünge

Eine leichte, dünne Schneedecke trug mich gestern durch meinen Wald, der immer mehr einem mystischen Garten gleicht. Der Eingriff in die Struktur der Forstarbeiten wird durch eine immer augenfälliger werdende Gesamtform erlebbar. Die Formen der industriellen Waldarbeit folgen den Notwendigkeiten für den Einsatz der Holzerentemaschinen, die mit einer Person besetzt sind und über frei geschlagene Schneisen jeden Punkt in den Wald genannten Holzplantagen leicht erreichen können. Meinen Weg räume ich behutsam von dem Abfall dieser Maschinen frei, wodurch die sanften Bodenwellen zwischen all den herab geschnittenen, liegen gelassenen Ästen und kleineren Stämmen weich hervortreten. Dieser Auftritt von klar schwingenden Räumen zwischen all dem Gesträuch, verschafft den Reisigstapeln und allen installierten Wegzeichen eine höhere Aufmerksamkeit.

Fragmentvergrößerungen, etwas mehr Farbe

Der Reiz der täglichen Zeichnungen im Arbeitstagebuch besteht durch aus auch im näheren Betrachten der Farbqualitäten, auch in deren Vergrößerung. Kontraste zwischen Trocknungsflecken und Wischstrukturen erzeugen eine gewisse Spannung. Auch die Vergrößerungen der Transparentpapiergesträuche lassen einen anderen Blick zu.

Leichtigkeit und Dichte

Die Figurensequenz 10 beendete ich gestern in diesem Zustand, bevor das Linienetz die leichten Strukturen des Anfangs überdeckt. Ich versuchte eine Balance zwischen Leichtigkeit und Dichte.

Fragmentieren und Verdichtung

Die Figurensequenz 10 wächst in einer anderen Weise als die Vorhergehenden, bei denen ich an einem Endpunkt angelangt war, deren Verdichtung nur noch in der Dreidimensionalität möglich gewesen wäre. Deswegen greife ich auf die Erfahrungen der Fragmentierungen zurück, um mit ihnen den Boden für etwas Neues zu bereiten.

Stapel

Es stapeln sich Motive auf Transparentpapierrollen von Reisigstapeln von den Baumstämmen des Hangs am Kleinen Feldberg. Manchmal brechen die fragilen Geflechte herab, weil sie nicht genug Halt haben. Dann baue ich einfach weiter, beginne mit stützenden  Schichten, die von unten den oberen Stapeln entgegenwachsen.

Figurensequenz 10

Die neue Figurensequenz habe ich mit der Umrißzeichnung einer Fotografie eines Reisigstapels aus „Querwaldein“ im Taunus begonnen. Dazu gesellt sich eine weitere durchgezeichnete Figur einer Transparentpapierrolle der letzten Jahre. Alles noch offen, kaum Verdichtungen und noch alles möglich.

SIEGFRIED-IDYLL im Atelier

Beim Auftritt der Nibelungen in „Germania Tod in Berlin“ von Heiner Müller wird Siegfried als Verräter bezeichnet, bevor sich die anderen gegenseitig dekonstruieren und auffressen. In meinem Atelier wächst im SIEGFRIED-IDYLL Gras über die Sache. Die Figurensequenz 09 hift mit ihrer verfilzten Struktur. Dafür ist sie gut. Gesträuch aus Panzersperren.

Steine in Bäumen

Steine im Baum signalisieren Energie, Wegverlauf und Anwesenheit eines Gestalters. Links dahinter ein kleiner Baumkreis von Vinzenz um einen Doppelstamm, in dessen Gabelung sich ein Stein mit Kristalleinschlüssen befindet.

Zeichnung für 2012

Vergrößerung eines Fragmentes einer der unscharfen, weil verwischten Tagebuchzeichnungen von heute, neben einem Punktstreifen des Portraits von Müller, neben einem negativen und verwackelten Foto von meinem  Hang im Taunus, neben einem weiteren Stück Tagebuchzeichnung. Diese Abbildung bildet den Beginn des Arbeitstagebuches 2012.

Figurensequenz 09 | Stimme aus der Vergangenheit

Heiner Müllers Stimme aus der Vergangenheit mischt bei der Figurensequenz 09 mit. Sein Adlerprofil entsteht mit der Zeit und dem Hören der mp3-Dateien als Linienzeichnung über der Rasterabbildung seines Fotos. Unschärfen einer Waldszene und einer verwischten Tagebuchzeichnung.

Schärfe Unschärfe

Unschärfen entstehen beim Fotografieren in der derzeit zeitigen Dämmerung. Die Formen, die sich zusammenziehen bekommen dann eher etwas von einem Zeichen am Weg.

Querwaldein Schnee, Figurensequenz 08

Durch den Scheefall haben sich die Wegzeichen am Hang des Kleinen Feldberges sehr verändert. Die Zweige sind wie tiefe Schatten unter den hellen Linien und ziehen die Blicke schneller auf sich. Die Figurensequenz 08 variiert das alte Prinzip neu.

Abbildung 354 von 2011

Die Abbildung vom Arbeitstagebuch Seite 354 zeigt das fehlende Stück Moos auf einem Ateliertisch der ein alter Schultisch ist. Daneben Zeichnungsauschnitte aus dem Arbeitstagebuch.

Fehlendes Moos

Von diesem Baumstumpf im SIEGFRIED-IDYLL transportierte ich das Moos ins Atelier, um dort damit weiter zu experimentieren. Die Ausschnitte der Zeichnungen aus dem Arbeitstagebuch gleichen sich dem etwas an.

PREUSSISCHE ARABESKE / SIEGFRIED-IDYLL

Auf dem Abbildungsstreifen von Seite 352 des diesjährigen Arbeitstagebuches begegnen sich verschiedene Themen. Mich interessiert der Zusammenhang von Naturliebe und Kriegsbegeisterung. Heinrich von Kleists Handschrift, als Grundlage für das Thema PREUSSISCHE ARABESKE  und die geharnischte Nibelungentreue im SIEGFRIED-IDEYLL begegnen sich auf den Arbeitstischen.

SIEGFRIED-IDYLL im Atelier

Aus den Überwucherungen der Absturzstelle eines Kampfjets am Südwesthang des Kleinen Feldberges im Taunus (siehe Eintrag 29.08. 2011), habe ich Pflanzen auf einen Tisch in mein Atelier transportiert. Nun werde ich das SIEGFRIED-IDYLL im Innenraum weiter kultivieren.

Wegmaterial

Das Material. das ich am Südwesthang des Kleinen Feldberges in die Bäume lege, ebnet gleichzeitig dem Weg. Und alles, was ich aus dem Weg gräumt habe, befindet sich auf Augenhöhe.

Figurensequenz 07

Bei desem Bildstreifen habe ich die Sequenz 07 von beiden Seiten abgebildet. Es handelt sich wieder um die Figuren von 05 und 06, die aber nun hintereinander stehen, wodurch sich wieder neue Varianten der Durchdringung ergeben. Die Vergrößerung stammt noch von der Figurensequenz 06.

Figurensequenz 06

Innerhalb dieser Sequenz begegnen sich die beiden Figuren, die schon die Figurensequenz 05 bildeten. Diesmal sind sie aber einander zugewandt und durchdrigen sich neu. Die Vergrößerung ist von der Rückseite des Transparentpapiers gescannt. Daneben ein Ausschnitt einer Zeichnung des Arbeitstagebuches vom 08.12. 2011.

Skulptur-Berlin

Die St. Hedwigsgemeinde verlor durch die Einrichtung des Schussfeldes an der Mauer einen Teil ihres Friedhofes. Die Engel, die direkt am Signalzaun standen, überdauerten diese Zeit. Daneben Bildhauereiwerkstatt  und Atelierbalkon von Vinzenz Reinecke an der Universität der Künste.

Handprint Berlin

Seit einiger Zeit geht mir die GPS-Wanderung HANDPRINT BERLIN  durch den Kopf. bei jeder Begegnung mit der Stadt kommen neue Erinnerungsblickwinkel hinzu. Blicke von den Beobachtungsplattformen im Westen und aus den Beobachtungstürmen im Osten vor dem November 1989. Fluchtlinien und Sichtlinien neutralisieren sich.

Nebeneinander verschiedener Arbeitsweisen

Eine Zusammengehörigkeit der unterschiedlichen, parallel laufenden Bilderproduktionen stellt sich her. Ich merke diese Einheit deutlicher und bilde sie deswegen ab. Waldatmosphären versuche ich im Atelier innerhalb anderer Koordinaten zu wiederholen. Transparentpapier, Rinde, Schelllack und verwischte Farbfelder.

Bodenskulptur und Figurensequenz 04

Die Bodenskulpturen und Steinsetzungen im Taunus sind Wegmarken. Sie geben Orientierung oder verzweigen den Weg. Die Figurensequenz 04 befindet sich in einem etwas spannungslosen zweiten Zustand und harrt ihrer Vollendung.

Geflechte im Taunus und Figurensequenz 04

Mit einer weiteren Figurensequenz versuche ich von den streifenartigen Querformaten wegzukommen. Das eröffnet die Möglichkeit, die Verdichtung eher in der Tiefe wahrzunehmen, in der dritten Dimension. Dem widmen sich auch die Geflechte rund um die Fichtenstämme in Taunus.

Figurensequenz 03

Nun habe ich auf diesem Streifen die Figurensequenz 02 mit zwei unterschiedlichen Zuständen der Figurensequenz 03 collagiert. So hoffe ich, die Entwicklung zu mehr Verdichtung deutlich machen zu können.

Figurensequenz 02 vollständig

Nach längerer Arbeit habe ich die Figurensequenz 02 nun fertig gezeichnet. Im nächsten Arbeitsschritt möchte ich gerne eine ähnliche Konzentration auf einer kleineren Fläche schaffen.

Arbeitstagebuch von heute

Zeichnungen wie dieser Ausschnitt entstehen im handschriftlichen Arbeitstagebuch. Bei der Übertragung in eine täglich aktualisierte Datei sind in diesem Jahr bereits 314 Abbildungen (s.o.) entstanden, die den Arbeitsfluss dokumentieren. Neuerdings lasse ich ein Fragment des Vortages auf den Abbildungsstreifen stehen, was noch einmal mehr die Kontinuität der Arbeitsvorgänge zeigen soll.

Verwischung und Sequenz

Bei den Arbeiten an „WHERE…“ habe ich einen Zusammenhang zwischen aufwendig entstandenen Überlagerungssequenzen und schnell gewischten Verlaufsstrukturen festgestellt. Aus der Ferne besitzen sie viel Ähnlichkeit. Auch hier gibt es ästhetische Zusammenhänge zwischen der wie nebenher entstandenen Farbverwischung und den Fragmenten der Figurensequenz.

Steine in Bäumen

Auf meinem Querwaldeinpfad im Taunus wandern immer mehr Steine in den Bäumen. Aus den Hintergrun lugt ein verwischtes Fragment einer Tagebuchzeichnung.

Figurensequenz 02

Insgesamt sind für den Bahnworkshop 60 Figuren entstanden, die von den Mitarbeiteren verschieden kombiniert werden konnten. Ich nutze sie nun für die eigenen Überlagerungssequenzen.

Figurensequenz 01, Endzustand

Das Transparentpapier wurde von beiden Seiten bearbeitet. Entsprechend zeigt sich die Tusche in unterschiedlichen Grau- und Schwarztönen. Dadurch lässt sich der Zeichenprozess nachvollziehen.

Figurensequenz 01

Mit einer Überlagerungssequenz aus eigenen Figuren betrete ich  Neuland. Bislang ging es meistens um die Figuren aus den Erinnerungen anderer. Die auf Transparentpapier durchgezeichneten Figuren stammen aus einer Sammlung von Figuren für einen  Workshop mit Mitarbeitern der Bahn.

Fraktur

Dieser Baum ist wahrscheinlich einem Fluzeugabsturz zum Oper gefallen. Ich kombinierte eine Wiederholungssequenz mit der Umrißzeichnung einer Metallschine, die nach einer Fraktur in mein rechtes Bein eingebaut wurde.

Zwischen den Bäumen

Am Südwesthang des Kleinen Feldberges entsteht langsam ein Pfad mit kleinen Eingriffen in die Natur. Eigentlich werden Dinge nur neu plaziert, wie dieser Stein, der zwischen zwei Bäumen klemmt. Rechts daneben ein Ausschnitt einer Zeichnung aus dem Arbeitstagebuch vom 10.09. 2011.

Baumkreis

Der Baumkreis bildet eine weitere Installation, oder besser gesagt einen weiteren vorsichtigen Eingriff in die „Natur“ der Holzplantage auf dem Weg zum SIEGFRIED-IDYLL. Langsam, Woche um Woche entsteht ein Pfad mit Besonderheiten.

Zeichnung SIEGFRIED-IDYLL

Ich frage mich ob die Intensität einer Zeichnung den vielen Schichten der Bedeutung des Themas gerecht werden kann, oder wie ich die dafür notwendige Verdichtung schaffe.

SIEGFRIED-IDYLL

Während meiner Wanderungen querwaldein am Hang des kleinen Feldberges im Taunus habe ich die Absturzstelle eines Kampfjets gefunden. Diese Stelle, die seit 25 Jahren überwuchert wird, erschien mir sofort als die bildliche Entsprechung der Orchesterkomposition SIEGFRIED-IDYLL von Richard Wagner. Das Projektil, das einer Ritterrüstung glich wühlte sich weit in den weichen Hang. Die Trümmer schufen rundherum eine Lichtung.

Verdichtung

Die QUERWALDEINSEQUENZ ist hier schon in einer Weise verdichtet, wie ich es mir vorstelle. Das wird aber noch intensiver werden. Daneben ein Ausschnitt einer der täglichen Zeichnungen, deren Stukturen mit Aquarellstiften, Holznadeln, Kugelschreibern, Bleistiften, Verwischnungen und Handballenabdrücken erreicht werden.

Querwaldeinsequenz auf WHERE…

Die Querwaldeinsequenz nimmt mit jeder Umdrehung der Transparentpapierrolle „WHERE…“ an Dichte zu. Ziel ist es, die gewanderten Linien durch Überlagerung wenigstens teilweise verschwinden zu lassen.

Baumkreis mit Steinen

Der Südhang des kleinen Feldberges, der von mir auf verschiedenen Wegen QUERWALDEIN begangen wird, entwickelt sich für mich zu einen vielschichtigen Bild, in dessen Raum Strukturen andere Bedeutungen bekommen. Zeit kann sich stark ausdehnen oder gar verschwinden. Deswegen habe ich im Bildstreifen einen Baumkreis mit Steinsetzungen einer Buddhastatue aus Ellora in Indien gegenüber gestellt.

WHERE… verschiedene Strukturen

Auf der Transparentpapierrolle überlagern sich verschiedene Strukturen, hier z.B. eine Fließstruktur aus Schelllack und Tusche und die etwas kristallinen Linien der Taunuswanderungen, während derer die Installationen im Wald entstehen (Grasinseln etc.).

Taunuswanderungen und WHERE…

Der Bildstreifen WHERE… ist in Arbeit. Er wird zwanzig Meter lang und neunzig Zentimeter hoch und beinhaltet eine Vielzahl verschiedener zeichnerischer Strukturen. Oben sieht man beispielsweise, wie ich GPS-Wanderungsaufzeichnungen auf der Transparentpapierrolle übereinanderschichtend verdichte.

Steinsetzung und Grasinseln

Einen Stein in eine andere als seine stabilste Lage zu bringen, macht ihn auffälliger. Auch wenn man Material rund um ein paar Grasbüschel wegräumt. werden diese in ähnlicher Weise hervorgehoben.

Drillingsstab und Zeichnung zu WHERE…

Die verschiedenen Medien und Exponate, wie hier eine Zeichnung zur Musik von David Morrow und ein gefundener Drillingsstab im Wald, gehen eine Beziehung ein, die ich beim Nebeneinanderstellen noch nicht voraussehen kann. Erst später stellt sich heraus ob sie sich ergänzen oder nicht.

Installation im Dickicht

Installation im Dickicht am Hang des Kleinen Feldberges. Man kann sie in einer Höhe von 627 m bei  50° 12` 55. 29″ Nord / 8° 26` 37. 74″ Ost finden .

Viel Spass beim Suchen und Anschauen!

Berlinwanderung, Keltenring

Links Steine einer keltischen besfestigungsanlage auf dem Altkönig im Taunus. Danaeben die GPS-Aufzeichnung einer Wanderung  von zweieinhalb Stunden im Holocaustmahnmal, Berlin mit einer Verlaufsstruktur auf Transparentpapier.

WALDARBEIT

WALDARBEIT  zielt auf verschiedene Arbeitsansätze. Erstens geht es um GPS-gestützte Wanderungen, während derer Installationen im Wald eingerichtet werden. Zweitens werden diese gewanderten Linien eine Strukturebene bei der Bildarbeit zu den Kompositionen „Where the Mountain Crosses…“ von David Morrow sein.

BERLINSEQUENZ und Erinnerungszeichnungen

Innerhalb eines Ausschnittes der BERLINSEQUENZ auf Rolle 5 befindet sich hier eine Zeichnung aus dem Arbeitstagebuch, wie ich mir Erinnerungszeichnungen vorstelle. Es geht dabei um nicht um den Gegenstand. Transportiert wird die Stimmung  beim Erinnern.

BERLINSEQUENZ auf ROLLE 5

Drei GPS-Aufzeichnungen (siehe Posts vom 23. – 31.03. 2011) von Wanderungen, die ich in Berlin unternahm, zeichne ich in bewährter Weise immer wieder auf der Transparentpapierrolle übereinander. So entsteht ein schwarz gezeichneter Überlagerungsblock aus Tusche.

Partnerschaftsmodell Senderempfänger / Komposition

Rechts ein Objektentwurf für ein Modell von Partnerschaft.  Alles was über die Reflektion der Innenhaut des Objektes von einer der Kugeln gesendet wird erreicht in jeden Fall die andere. Das Konstruktionsprinzip als Bild für Partnerschaft. Links eine Zeichnung von heute, die mit Zeichen von David Morrows „Where the mountain crosses…“ (Songs of the Papago) angereichert ist.

Unterschiedliche Radien

Auf den Miniaturen der Arbeitstagebücher sind die Radien der Schwünge natürlich kleiner als im großen Objekt im Freigelände. Dennoch ist ihre Verwandtschaft augenfällig.

Wanderungen in Berlin

Zwei Wanderungen in  Vorbereitung des HANDPRINT BERLIN. Links GPS-Aufzeichnung vom Pariser Platz. Rechts Aufzeichnung vom Grund des ehemaligen Palastes der Republik. Den habe ich als Soldat in den Siebzigern mit gebaut. Diese Zeichnungen sind nun wieder Grundlagen für weitere Verdichtungen auf ROLLE 5.

Das Verschwinden auf ROLLE 5

Die Querfeldeinlinie habe ich nun auf der Transparentpapierrolle so oft übereinander gezeichnet, dass sie kaum noch erkennbar bleibt. Irgendwann entsteht ein schwarzer Tuscheblock, der den Anlass der Zeichnung zum Verschwinden brachte. Rechts das Baumkronengeäst vor meinem Schreibtisch.

Querfeldein 2

Die zweite Wanderung am Hang des kleinen Feldberges im Taunus mit dem Ausschnitt einer Tagebuchzeichnung . Beides vom vergangenen Mittwoch. Die QERFELDEINSEQUENZ auf ROLLE 5 (siehe vergangene Posts)  wird immer dichter. Die gewanderte Linie verschwindet langsam. Das wird zu einem Prinzip, das ich in der nächsten Zeit verfolgen werde. Das Verschwinden des Grundes für ein Ritual, durch fortwährende Wiederholungen.

Arbeitstisch, ROLLE 5, QUERFELDEIN

Links Wiederholungs- und Überlagerungssequenz der GPS-Aufzeichnung von der QUERFELDEINWANDERUNG auf ROLLE 5. Mitte: Atelier mit Arbeitstisch. Rechts ist auf einem Ausschnitt die Arbeitsweise zu sehen.

ROLLE 5 mit QUERFELDEINSEQUENZ und Tagebuchzeichnung

Rechts und links Ausschnitte von ROLLE 5. Die im Taunus gewanderte Linie ist links nun schon mehrfach übereinander geschichtet. Rechts „Kontrapunktgeschehen“. In der Mitte Zeichnung 3 von heute. Ich würde sagen sie könnte den Titel „Schafs-Tänzchen / Preußische Arabeske“ tragen.

Querfeldein

Die Wanderung gestern ging den Südwesthang des Kleinen Feldbergs im Taunus hinab. Der Ausschnitt der Tagebuchzeichnung daneben zeigt die Dinge, die man am Boden sehen kann, unter all den Nadeln, Blättern und dem Eis. Gerne würde ich vor Ort kleine Installationen im Wald verstecken…

Kontrapunkte


Die Reflektionen von gesendeten Zeichen sich bewegender Module führen zu zweidimensionalen kontrapunktischen Kompositionen. Ausprobiert habe ich das zunächst auf Transparentpapier (rechter Ausschnitt) und dann in den Tagebuchzeichnungen (linker Ausschnitt).

Bildstreifen vom Arbeitstagebuch

Abgesehen von der Parallelität der Bildwelten, spielt auch die Abwesenheit und deren Umschreibung eine Rolle (links).

Für die Website ist vor ein paar Tagen eine Zeichnung entstanden, die die Abwesenheit der Nische zum Thema hatte. In ihr zeichnete ich Bögen, deren Anfangs- und Endpunkte verschiedene Eckpunkte der Nische in Mandu berührten, um dann in der Reflektion mit dem Zeichenstift zurück zu schnellen und einen neuen Bogen zu beschreiben, der dann im nächsten architektonischen Ereignis endet. Somit umschrieb ich die zweidimensionale Fotografie eines Ortes, der selbst ein Abbild der Bedeutung der Abwesenheit ist.