Schmerzvermeidung

02_05_2008_003 ist die Kennung der Malerei, von der ich heute Morgen einen Handballenabdruck machte, der Voraussetzung für die folgenden Ergänzungen, Stabilisierungen und Verbindungen war. Sie entstand kurz vor unserer ersten Reise nach Indien, der dann noch viele folgen sollten.

Mich beschäftigt der Vorgang, welche Auswege aus einer Sackgasse möglich sind, ohne umzukehren. Die Beschaffenheit der Gegebenheiten, die das Weitergehen verhindern, müssen ja zunächst untersucht werde. Sind die Mauern, Felsen oder das Hamsterrad einzureißen oder zu übersteigen? Diese Anstrengungen sind der Lohn der Sturheit oder Bequemlichkeit, durch die man sich in eine solche Situation hineinmanövrieren kann. In diesem Zusammenhang interessieren mich besondere Blüten der gendergerechten Sprache. So gibt es eine Verlegerin, die der Meinung ist, dass der Satz: “Das Geht nicht.“, Menschen verletzen kann, die gelähmt sind, also nicht gehen können. Der Kern dieser Einschätzung kann Mitgefühl sein, und er führt zu einer angepassten Sprache, die sehr viel mehr Änderungen verlangt. Wie das klingt, kann Kunstanstrengungen ähneln. Welche Auswirkungen diese Schmerzvermeidung hätte, falls es zu einem Konsens größerer Gruppen führte, wäre eine spannende Spekulation.

Aus den Figuren, die ich für das derzeitig zu bemalende Relief in eine Reihe auf Transparentpapier zeichnete, machte ich eine Überlagerungssequenz. Sie soll von einer Synaptischen Kartierung überdeckt, und dann auf eine der Pappen, die Franz bemalte, geschichtet werden.

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