Unter Beobachtung

Von 12_19_2007_02 übertrug ich Teile mit dem Handballenabdruck in die zweite Buchmalerei von heute, in 11_13_2020_02. Dieser Vorgang hinterlässt Wasserspuren auf dem alten Original, was mich aber kaum stört, weil dieser Arbeitsschritt sichtbar bleiben kann. Ich dachte sogar, dass es möglich sei, Teile der gegenwärtigen Malereien, wiederum per Handballendruck, in die alten einzufügen. Das wäre vielleicht ein Gewinn, weil mir manche Phasen der täglichen Miniaturmalerei etwas suspekt werden.

Erst mal aber geht es um die aktuelle Arbeit. Die Mischung der Figuren die dreizehn Jahre alt sind, mit denen die gerade entstanden sind, mit den Zeichen, die ich heute in den Gravitationsschwüngen gefunden habe, lebt von der zeitlichen und künstlerischen Entfernung. Irgendwann wird das in die Malerei auf den Reliefs fließen. Das aktuelle Relief versah ich heute mit einer Reihe von Figurenumrissen. Sie verteilen sich gleichmäßig, wie eine Schicht über die Fläche. Wenn ich damit fertig bin, kommt es zu den Abdunklungen der Scherben und Splitter der Rasterpunkte. Sie erzeugen die Unregelmäßigkeit, die die Gesamtkomposition dieses Reliefs benötigt.

Daneben habe ich die zweite Zeichnung von Franz unter Beobachtung. Damit ich mit der Pappe, auf der sie sitzt, was anfangen kann, muss ich sie so grundieren, dass die Zeichnung nicht beeinträchtigt wird. Dann erst wird es möglich sein, Transparentpapier zu schichten.

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