Zeichen | Theater

Flaches, kaltes Morgenlicht flackert durch die, vom Wind geschüttelten Weidenblätter ins Atelier. Es ist sehr mild. Die Ateliertemperatur gleicht sich der von draußen an, weil sich die Heizung abgeschaltet hat.

Die Buchmalereien haben sich verändert. Sie spüren die Zeichen auf, die sich in den Gravitationenschwüngen verbergen. Und die sind mit der Welt verbunden, deren Zustand sich auch schnell veränderte. Die Beschränkungen wirken sich auf die handelnden Figuren aus. Pausenclowns werden zu Diktatoren. Das Wahlvolk beschränkt sich in den Echokammern. Kultur wird auf allen Ebenen heruntergefahren. Das Lebbare entfernt sich. Man kann es im Inneren aufheben für danach.

Wir spazierten gestern durch die Nebelnässen am Taunusrand. Ein Apfelschimmel schaute uns an, als suche er nach Linderung in all dem Regen. Die Farben spielen aber großes Theater.

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