Autobiografisches Material




Ein Raubvogel schlug gestern, am Vormittag, eine Ringeltaube in meinem Gärtchen. Als ich zufällig hinzukam, flog er auf und ließ das schwer verletzte Tier liegen. Es sah mich mit seinen großen Augen an und rutschte, vor mir flüchtend, zwischen die großen Tontöpfe mit den alten Sukkulenten. Ich schüttete ihr eine handvoll Körner hin und ging in meine Mittagspause. Als ich gegen 14:30 Uhr wiederkam, waren alle Körner aufgefressen und die Taube war auf und davon.


Das getrocknete Relief grundierte ich und probierte mit den Umrisszeichnungen herum, die ich für seine Bemalung nutzen will. Die Tanzzeichnungen, die ich für das vorausgegangene Relief nahm, erscheinen mir zu sehr reduziert, wodurch sie statisch werden. Weiß nicht, was ich davon halten soll. Mit dem aktuellen Exemplar soll das anders werden.

Häufig schaue ich in der derzeitigen Arbeitsphase die Transparentpapierrollen 2 und 3 durch. In diesem autobiografischen Material finden sich die Stahlträgerstrukturen, die beim Abriss des Palastes der Republik hervorkamen, und die ich als Bausoldat bei seinem Entstehen auch gesehen hatte, auf ihnen herumlief und zusah, wie sie mit Asbest beschichtet wurden. Innerhalb einer Radiosendung zum Thema Denkmal, schlug die Autorin vor, das Berliner Schloss nach seiner Fertigstellung abzureißen, um den Palast wieder detailgetreu aufzubauen, um ihn dann auch wieder abzureißen, damit man das Schloss wieder aufbauen kann, um es abreißen zu können und so weiter. Auf diese Idee war ich auch schon gekommen. Sie scheint naheliegend zu sein.

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