Altes und neues Material

Bei der Besichtigung des Materials, das ich um den Jahreswechsel 2006 / 2007 entwickelt habe, fielen mir hunderte von Ausdrucken der Buchmalereien in den Hände. Sie sind vergrößert auf A5 und scheinen die Vorlagen für die Weiterverarbeitung auf der Transparentpapierrolle Nr. 2 (?) aus ebendieser Zeit zu sein. Beim Blättern erinnerte ich mich an die Empfindung, die das Fragmentarische der Motive auslöste. Es war der adäquate Ausdruck dessen, mit dem ich beim Arbeiten am meisten anfangen konnte. Der Übergang von den konkreten Figuren zu den abstrakten Strukturen schafft einen Grenzbereich. Vergrößert man diesen und vertieft sich in diesen Fluss, beginnt eine flirrende Bilderreise.

So sollte es nun auch innerhalb der bemalten Reliefs zugehen. Die Grenzsituation zwischen Skulpturalem und Tuschmalerei, zwischen modellierten Splittern und weichen malerischen Übergängen und zwischen Tanzfiguren und Ornamenten, bietet ja genügend Anhaltspunkte.

Die Ausformung des nächsten Reliefs beendete ich noch am Vormittag. Nun trocknet es ein paar Tage. Gleichzeitig fertigte ich ein fragmentiertes Exemplar des beispielhaften Exemplars für Franz an, damit auch er sich malerisch mit diesem bewegten Grund beschäftigen kann. Vielleicht erzeugt den einen Impuls für eine weitere Zusammenarbeit.

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