Zeit nehmen

Für die Buchmalereien nahm ich mir am Morgen viel Zeit. Es finden Versuche statt, die Handballenabdrücke weiter in den Vordergrund zu rücken. Mit Hans Zitko sprach ich, im Zusammenhang mit dem Väterprojekt, über Chuck Close. Bisher hat das große Doppelportrait nur eine oberflächliche Verbindung mit seinen Bildern. Es gibt aber Malereien, die er mit den Fingern gemacht hat. In dieser Weise kann ich mir vorstellen, meine Handballen für die Einfärbung des Splitters zu benutzen.

Wenn ich diese Arbeitsweisen innerhalb der Buchmalereien entwickle, rückt die aktuelle Bearbeitung der Reliefs schnell im Hintergrund. Sie braucht zwar viel Zeit, ist aber nicht so anspruchsvoll. Wenn ich aber die Tuschelinien, mit denen ich die Oberfläche fülle, auf dem Bildschirm stark vergrößere, haben sie immer noch Kraft genug, ihre Spannung zu halten.

Für die Collagen, die ich mit einem sehr simplen Bildbearbeitungsprogramm mache, nehme ich mir auch zunehmend mehr Zeit. Schaue ich mir die Reihe von mehreren tausend dieser Arbeiten an, finde ich, dass das verstärkte Augenmerk darauf, bestätigt wird.

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