Tierwelt | Figürliche Ahnung

Mitten in den Buchmalereien unterbreche ich die Arbeit, gehe hinaus ins Gärtchen und auf die Wiese. Dort schaue ich auf die Tierwelt, die reicher zu werden scheint. Ich kann nicht alles, war ich genau sehe. Ein Paar Grünspechte kann ich identifizieren, den Roten Admiral und die Singvögel. Aber schon bei den Grashüpfern werde ich unsicher, auch bei Käfern, Schnecken und Kleininsekten.

Die Heizung des Ateliertraktes hat sich selbst und ich bin auf die Wärme der Glühlampe über dem Zeichentisch angewiesen. Manchmal kommt kurz die Sonne raus. Dann steigt die Temperatur um ein Zehntelgrad.

Die Miniaturen in meinem Tagebuch entledigen sich überflüssiger Gesten zugunsten klarerer Linien. Ich hantiere mit Figuren und versuche sie gleichzeitig auflösen, damit nur eine figürliche Ahnung bleibt. Wenn ich Umrisslinien diese Erscheinungen auf Transparentpapier bringe und sie dann bei der Bemalung des aktuellen Reliefs benutze, bleiben sie für diesen Zweck formbar.

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