Die Enge | Das Figürliche | Die Insektensammlung

Die Buchmalereien bekommen zu Hause einen anderen Charakter. Sie sind zurückhaltend ruhiger, konzentrierter und emotionsloser. Die Enge des Raums, der andere Ausblick und das Fehlen des anderen Arbeitsmaterials, sind der Grund dafür. Aber sie haben dennoch ihren Reiz und führen mich irgendwohin, wo ich noch nicht war.

Nun bin ich wieder ins Atelier gegangen. Ich probiere, wie es möglich ist, unter den Bedingungen des Abrisslärms zu arbeiten. Nach der herbstlich kühlen Nacht, wird der Raum schnell von der Morgensonne aufgeheizt. Im Gärtchen sonnen sich die jungen Eidechsen, nicht länger als 5 Zentimeter, zwischen meinen Stein- und Muschelketten, Holzstapeln, Lochziegeln und ausgehöhlten Ästen. Wenn sie schlau sind, überwintern sie in meinem Atelier. Dort hat sich eine von ihnen über meine Insektensammlung hergemacht!

Meine Hinwendung zum Figürlichen, innerhalb der Gravitationsschwünge in den Büchern, zielt immer noch auf eine natürlich wachsende Einbindung von Figuren bei der Bemalung der Reliefs, die derzeit eine Pause erlebt. Es stehen zu viele Unterbrechungen an, als dass ich eine längere geschlossene Zeit der Konzentration dafür finden kann.

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