Allein mit den Tieren

Der Morgen verging schnell, weil ich mir vorgenommen hat, alles langsam zu machen. An den vergangenen Vormittagen war ich hier auf Teves West mit den Tieren allein. Aus einer großen stehenden Papprolle rettete ich eine Taube, die sich dort hinein verflogen hat und nicht mehr raus kam. Dabei verletzte ich die linke Hand leicht. Die Taube flog, nachdem ich sie aus der Rolle scheuchen musste, ohne Dank davon. Später kehrte sie zu einem der Wasserstellen am Gärtchen zurück und bekam noch ein paar Körner von mir dazu.

Nun ist das Restaurant wieder geöffnet, mein Nachbar ist da, Stimmen, Geklapper und dahinter der Schaufelbagger, Schuttschredder und Kipper, die Abrisshalden sortieren. Das Laufen laufen die Notstromaggregate der Netzknotenbetreiber mit sehr tiefer frequenz und auf dem Bahndamm sind die Streckenbauer mit Kränen und Maschinen unterwegs. Nur der Fluglärm fehlt heute, weil die Windrichtung und damit die Abflugrute gewechselt.

Die Buchmalereien verändern sich. Sie bieten nun eher Material, das ich in der Reliefbemalung könnte. So wiederholt sich bei mir im Kleinen ein Vorgang, bei den mittelalterlichen Buchmalereien persisch-pakistanischen Ursprungs, in Tibet an den Wänden der Klöster wanderten. Auf meiner Arbeit der Gegenwart.

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