Übung für das Irrenhaus

Ich denke über das Arbeitsangebot von F., dass mir Gelegenheit gibt, mal aus meinem Hamsterrad herauszukommen. Vielleicht ergeben sich auch thematisch andere Perspektiven, als die des Väterprojektes, mit dem ich mich seit Jahren beschäftige. Ich möchte vorher nicht so viel konzipieren, eher abwarten, was entstehen wird. Der einzige Rahmen wäre die erste gemeinsame Zeichnung, auf die wir uns immer wieder beziehen und die Rhythmik der Bewegungen aufeinander zu und voneinander weg.

Das Tanzmotiv, das in der heutigen Collage eine Hauptrolle bekommen hat und die Figur aus Tabo, zeichnete ich gestern auf das Relief, das ich aktuell bearbeite. Auf der Suche nach Figurationen, die sich in Spannung hinzugesellen können, entstand in den heutigen Buchmalereien ein Paar, das einer gefalteten Blüte zu entspringen scheint.

Nun lerne ich mit den täglichen Verwüstungen der Amseln in meinem Gärtchen umzugehen. Es ist eine Übung für das Irrenhaus, das ich täglich 4-mal zwischen Wohnung und Atelier durchquere. Ich bewarb mich mit meinem, in knapp 20 Jahren gewachsenen, Garten für eine Ausstellung im Architekturmuseum, bei der es um die versteckte Stadtbegrünung geht. In dem kurzen Bericht, den man online abgeben sollte, beschrieb ich, wie Laub zwischen die Blumentöpfe geweht wurde, und damit alles anfing.

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