Reliefs | Theater | Landart

Wie geplant, sind die Reliefs, die ich am Ende der vergangenen Woche mit Pappmaché abgeformt habe, nun trocken. Das heißt, dass ich sie heute grundieren und mit der ersten Schellackschicht versehen kann. Dann bereite ich die herausgesuchten Zeichnungsmotive so vor, dass ich sie auf die zersplitterte Fläche übertragen kann.

Am Wochenende sichtete ich alte Zeichnungen. Manchmal rührt sich in mir die Stimmung, in der sie entstanden sind. Vieles kommt aus Theaterzusammenhängen, von Schauspielproben, in denen ich gezeichnet habe, aus den Ballettsälen, von eigenen Bühnenbildern und aus Stücktexten. Somit habe ich dem Theater viel zu verdanken. Dennoch entfernte ich mich zugunsten eigener, theaterferner Projekte von der Bühne. Aber ich schöpfe immer wieder aus den Arbeiten, die in dieser Zeit entstanden sind und aus dem was ich dort über Dramaturgie und Raum gelernt habe.

Mein Gärtchen ist eigentlich wie ein Bild, das ich gemacht habe. Ich betrachte es als Landart. Es wird ja täglich weiter gestaltet. Viel fremdes Material wird eingefügt und das Wachstum wird gelenkt. Vorgestern schnitt ich erneut die Robinie, damit die Ebereschen besser wachsen können. Im Herbst benötige ich wieder eine Fuhre Erde. Vielleicht taucht ja Vanessa, die Gärtnerin wieder auf, die mir wertvolle Ratschläge erteilt.

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