Hamlet | Tuschmalerei | Amselnest

Sandra Hüller spielte, in einer Aufzeichnung aus dem Schauspiel Bochum, die Figur des Hamlet im gleichnamigen Stück. Der Regisseur Johan Simons collagierte Fragmente aus Hamletmaschine von Heiner Müller mit ein. Eine hervorragende Inszenierung, wie ich finde und großartig gespielt von Frau Hüller. Selten hat mir Theater im Fernsehen Spaß gemacht. Aber da hat sich bei den Umsetzungen in letzter Zeit viel getan. Eine kleine Sehnsucht zurück zur Theaterarbeit entstand in mir. Ich musste an die Bühnenbilder denken, die ich gemacht habe. Das zur Oper Medee hatte ein wenig mit dem Bild gemein, das wir gestern Sahen. Auch da gab es Wände die um das Zentrum kreisten.

Ich muss viel über die Tuschmalerei denken, die innerhalb der Weiterarbeit an den Reliefs, vor mir liegt. Ich schwanke hin und her, ob ich es so machen sollte, wie ich es mir jetzt vorstelle: ein serielles Raster der Tanzfiguren, in der Spannung zu den erfundenen Szenen und abstrakten Tuschgesten.

Im Nest, in der Robinie meines Gartens, wird nun tatsächlich gebrütet. Eine Amsel sitzt geduldig und mutig auf ihren Eiern. Ich bin gespannt, ob sie die Jungen, wenn sie geschlüpft sind, durch bekommt. Und ich frage mich, ob sich dann der Vater blicken lässt, um bei der Aufzucht mitzumachen.

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