Weidenflechterei | Durchblicke

Das erste der Objekte aus Weidenruten und einem Relieffragment ist nun getrocknet. Ich habe es aus der Form genommen und dann in den Raum gehängt. Die Spannung, die sich zwischen der Fläche des Reliefs und den Schwüngen der gebogenen Ruten aufbaut, führt zu einer skulpturalen Qualität, die die Neugier wecken kann, ganz um das Objekt herumzulaufen, um alle Blickwinkel und Konstellationen anschauen zu können. Nun erscheint es mir logischer uns ästhetisch richtiger, wenn das Holz nicht mit Pappmache ummantelt ist. Die Tradition von Weidenflechterei scheint auf und führt auch in die Landartgefilde.

Nach wie vor bin ich im Gärtchen dabei, die Äste der Weiden nach innen zu biegen. In die so umgeformten Baumareale hänge ich immer noch aufgefädelte Steine, Schneckenhäuser und Muscheln. Die Räume werden hiermit etwas aufgeladen, wie mit Elektrizität oder anderer Energie. Außerdem schafft die Anmutung von Meer einen weiteren Assoziationsraum.

Wenn ich die Gravitationsschwünge innerhalb der Buchmalereien mit den Aquarellstiften verstärke und an den Kreuzungen die Richtung wechsle, so einen Umriss schaffe, entstehen neue Figurationen, die innerhalb der Collagen Fenster in die gestrigen Linien und Farben werden können, Durchblicke in die junge Vergangenheit. Diese Linienverläufe haben mit Tanz zutun.

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